Mobile Meister im Test
Elektromeister Thomas Classen Testet für T-Mobile eine Mobile Handynavigation mit Unterstützung durch das Deutsche Handwerksblatt
Die Urteile der drei Handwerker
Thomas Classen
Foto: Josef Tietzen
Als Kundendienstmeister ist Thomas Classen von der Elektro Esser GmbH &Co.KG in Trier mit einem Aktionsradius von 80 Kilometern unterwegs. Sein Fazit zur Navigation per Handy: „Sie ist richtig gut.“ Probleme hat er eher mit dem Endgerät.
Konversion heißt, nicht mehr benötigte Militäranlagen zivil umzunutzen. Wie in Trier. Dort sind auf dem Boden ehemaliger Garnisonen ganze Wohnviertel und Industrieansiedlungen entstanden. Mit Folgen: „Ich fahre seit gut 20 Jahren in Trier und kenne durch diese Siedlungen immer noch nicht alle Straßen, weil ständig neue hinzukommen“, sagt Thomas Classen, Kundendienstmonteur der Elektro Esser GmbH aus Trier. Das 25-Mann-Unternehmen ist mit einem Radius von 80 Kilometern rund um Trier unterwegs.
Fehler im Kartenmaterial
Ideale Voraussetzungen also, um die Handynavigation unter die Lupe zu nehmen - zumal der 44-jährige Elektroinstallateur sich bestens in Sachen Navigation auskennt. So kennt Classen etwa ältere Versionen der Software von Navigon. „Die Handynavigation hat mir aber sehr gut gefallen“, hebt der gebürtige Trierer hervor. Dabei sind manchmal sogar Kleinigkeiten mit entscheidend, wie etwa die Tatsache, dass das Testgerät, ein MDA, sogar in der Tasche bleiben konnte und trotzdem das GPS-Signal empfing.
Punktabzug gibt es in Sachen Software in einer Hinsicht: Da das Unternehmen auch im angrenzenden Luxemburg unterwegs ist, war es bedauerlich, dass eine Freischaltung für das Land nicht möglich war. Außerdem gibt es in dem Kartenmaterial Fehler. „Das System zeigt beispielsweise ein Schnellrestaurant mitten im Grünen an, was es nicht gibt.“ Fehler, die der DHB-Tester schon in alten Versionen festgestellt hat und die auch jetzt noch dringeblieben sind. Dabei hat er sich sogar den Aufwand geleistet, parallel mit einer alten, bewährten mobilen Navigation zu fahren, um festzustellen: Es passt.
Wie nimmt man Anrufe an?
Weitere Kritik gibt es nur noch für das Endgerät. „Ich habe einige Anrufe verloren, bis ich herausgefunden habe, wie man sie annimmt“, so Thomas Classen. Die Schiebefunktion, um die Tasten freizulegen, war zudem auch äußerst schlecht in der Bedienungsanleitung erklärt. Hier sollten die technischen Redakteure auf jeden Fall noch mal ran. Letzter Kritikpunkt: Die Navigation ließ sich nicht über die Freisprecheinrichtung schalten, man war auf das Endgerät selber angewiesen. Unterm Strich waren dann die Ansagen etwas zu leise – oder aber Navigon müsste daran arbeiten, für eine noch bessere Anzeige auch im Handymodus den „Reality View“ zu integrieren. Das zeigt exakt an, wann man abbiegen muss, was wohl aber ein Problem bei der Speicherkapazität sein dürfte.
Wichtig für ihn sind unter den Point of Interests (POI), dass die Navigation alle Händler in der Umgebung anzeigt. Ein Wunsch, den er auch in der Bewerbung angegeben hatte. „Es kommt immer wieder mal vor, dass man dringend ein kleines Teil braucht“, weiß er aus Erfahrung. Die Tatsache, dass schon jetzt alle Würth-Standorte verzeichnet waren, empfand Classen als eine echte Hilfe.
Zurück zu: Presse